20.04. Berchtesgadener Land
24.04. Ellbachmoor
27.04. Altmühltal
Der Bund Naturschutz beim Aktionstag Klimaschutz Erleben
Die Kreisgruppe München des Bund Naturschutz in Bayern hat am Aktionstag "Klimaschutz erleben" am 26. Mai am Odeonsplatz mit einem Infostand über urbanes Gärtnern informiert. Die zahlreichen kleinen und großen Besucherinnen und Besucher erfuhren von der Kräuterexpertin Christine Nimmerfall alles, was Sie über das Thema wissen müssen, zum Beispiel:
- wo Sie torffreie Erde bekommen
- welches Gemüse, welche Salate und Kräuter für kleinere Flächen geeignet sind
- mit was Sie Ihre Bio-Pflanzen düngen
- wie Sie Ihre Bioabfälle verwerten und
- alles über Bio-Saatgut, über alte und regionale Gemüsesorten
Wir möchten die Münchner Bürgerinnen und Bürger mit unserem Angebot für das Gärtnern begeistern und dazu anstiften, Klimaschutz mit Messer und Gabel auf dem kürzesten Weg zu betreiben. Wir beraten Sie gerne! Vielleicht können auch Sie sich bald über Ihre selbst gezogenen Peperoni (Titelfoto diese Seite: virginia43, pixelio.de) im Garten freuen.
Infoblatt Gemüse auf Balkon und Terasse mit Pflanzplan
Leckeres auch ohne Garten!
Druckversion des Artikels im Spatz
Einen kleinen Beitrag zur eigenen ökologischen Zusatzversorgung kann man auch auf kleinsten Flächen erzielen. In Balkonkästen mit Bewässerungs-Reservoir können Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Mayoran, Oregano, Thymian, und Lavendel problemlos gepflanzt werden. Größere Kräuter wie Melisse und Salbei oder Kräuter, die wie Estragon sehr stark Wurzelausläufer bilden, bekommen am besten einen eigenen, etwas größeren Blumentopf. Ist die Lage sonnig genug, gedeihen auch Tomaten, Paprika und Chilli hervorragend. Die besten Erfolge erzielt man mit kleinfrüchtigen Tomaten wie z.B. Datteltomaten, rotes oder gelbes Birnchen, Wildtomate oder Cocktailtomaten.
Gerade Tomaten brauchen gute, nährstoffreiche Erde. Bitte verwenden Sie auf jeden Fall torffreie Pflanzerde, um unsere Moore zu schonen. Wirklich torffreie Erde gibt es z.B. von Ökohum oder Neudohum. Selbst sog. „Bio-Erde“ ist nur torfreduziert! Die torffreie Erde wird mit gehäckseltem Holz, Blähtongranulat und Kokosfasern vermischt, damit sie locker und leicht wird und viel Wasser speichern kann. Die Erde reift im Sack übrigens noch nach. Je länger abgelagert, umso besser! Gedüngt wird nur da, wo es nötig ist z.B. bei den Starkzehrern mit organischen Düngern, sehr sparsam, wenn es die Pflanzen benötigen.
Als Salat eignet sich für Balkonkästen am besten Pflücksalat. Die äußeren Salatblätter können mehrmals geerntet werden, man muss nur das Innere, das Herz stehen lassen. Eine interessante Variante des Balkonkastens ist übrigens der Anbau im „Turm“. Diese Form der Kultivierung stammt ursprünglich aus Gegenden, in denen sowohl mit Bodenfläche als auch mit Wasser zur Bewässerung extrem sparsam umgegangen werden muss.
Eine gelungene Mischkultur im Kasten wären auch Buschbohnen und Bohnenkraut. Im Sommer reifen in ca. drei Wochen knackige Radieschen heran, auch die „Pariser Karotte“ gedeiht bei einer Erdschicht von mindestens 10 cm prächtig. Für Kübelbepflanzung gibt es extra Gurkensorten die kleine Früchte ausbilden, diese können an einem Rankgerüst nach oben wachsen und die Vertikale ausnützen. Gurken mögen gerne in Mischkultur mit Basilikum wachsen. Zur Wandbegrünung eignen sich auch verschiedene Arten von Stangenbohnen, wie die Feuerbohne. Sie hat wunderschöne rote Blüten. Zum Klettern gibt es auch eine kleine runde Zucchini, die „Rondini“. Die jungen Früchte können mit Schale verzehrt werden. Ein rotstieliger Mangold in einem dekorativen Topf ist eine wahre Pracht, diesen kann man wie Pflücksalat von außen blattweise ernten.
Schön wäre es, wenn Sie eine Möglichkeit finden, eigene Gemüseabfälle zu kompostieren. Vielleicht können Sie mit ein paar Nachbarn ein kleines Eck in der Wohnanlage entsprechend anlegen. Natürlich nur mit dem Einverständnis der Anlagenverwaltung. Diese wird Wert darauf legen, dass sich keine ungeregelte Müllablagerung entwickelt. Wichtig ist also auch die Betreuung des Komposthaufens. So schließt sich ein kleiner K r e i s l a u f (Fotos und Zeichnung zu diesem Artikel: Christine Nimmerfall).






